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Siebdruck Lexikon
Siebdruckmaschine

Das druckfertige Sieb wird in der Siebdruckmaschine befestigt. Dies kann ein Handdrucktisch ein Halbautomat, Dreiviertelautomat oder eine vollautomatische Siebdruckmaschine (Vollautomat) sein:

  • Handdrucktisch: Das Einlegen der Bogen in das Druckgerät, das Drucken und das Entnehmen der Drucke erfolgen von Hand. Handdrucktische werden für Kleinauflagen oder für Spezialarbeiten eingesetzt.
  • Halbautomatische Druckmaschine: Das Einlegen der Bogen in das Druckgerät erfolgt von Hand, das Drucken automatisch und das Entnehmen der Drucke wiederum von Hand. Die Druckgeschwindigkeit beträgt je nach Druckformat etwa 300-600 Drucke pro Stunde.
  • Dreiviertelautomatische Druckmaschine: Das Einlegen der Bogen in das Druckgerät erfolgt von Hand, das Drucken und das Ablegen der Drucke auf das Transportband eines Durchlauftrockners hingegen automatisch. Die Druckgeschwindigkeit beträgt je nach Druckformat etwa 600-1000 Drucke pro Stunde.
  • Vollautomatische Druckmaschine: Das Einlegen der Bogen, das Drucken, das Ablegen der Drucke auf das Transportband eines Durchlauftrockners und das Stapeln erfolgen automatisch. Die Druckgeschwindigkeit beträgt je nach Druckformat etwa 1000-3000 Drucke pro Stunde.
  • Siebdruckmaschinen können so konstruiert sein, dass sich das Sieb nach dem Druckvorgang scharnierartig aufklappt oder sich parallel vom bedruckten Bogen abhebt.

Vollautomatische Maschinen werden teilweise auch nach dem Zylinderprinzip gebaut (Zylindersiebdruckmaschine). Hier befindet sich das Sieb über einem Gegendruckzylinder. Beim Druckvorgang bewegt sich das Sieb vorwärts, während die Rakel auf den Scheitelpunkt des Gegendruckzylinders drückt. Der Zylinder dreht sich synchron zur Vorwärtsbewegung des Siebes. Zylinderdruckmaschinen haben eine hohe Druckgeschwindigkeit, können aber nur flexible Materialien bedrucken.

 
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Autor Torben Thorn
Erstellt 11.12.2006, 15:31
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